Zufahrt und Aufgabe prüfen lassen
Nennen Sie uns Ihr engstes Maß, die geplanten Arbeiten und Ihr Zugfahrzeug. Wir rechnen Gewicht, Anhänger und Führerschein mit Ihnen durch.
Ein Minibagger verzeiht vieles, aber keine vergessene Schmierstelle und kein falsch gespanntes Laufwerk. Die gute Nachricht: Der größte Teil der Pflege dauert zehn Minuten am Tag. Hier erfahren Sie, welche Intervalle Hersteller typischerweise vorgeben, was Sie selbst erledigen können und wann die Werkstatt ran sollte.

Zehn Minuten Kontrolle vor dem Start, Abschmieren nach Plan, Kettenspannung prüfen – und die Intervalle aus der Betriebsanleitung einhalten. Gewerblich kommt die jährliche Prüfung durch eine befähigte Person dazu.
Kapitel 01 / 08
Wartungsintervalle unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller und manchmal sogar innerhalb einer Baureihe. Sie hängen vom Motor, vom Hydrauliköl und vom Einsatz ab. Die folgende Übersicht zeigt deshalb typische Spannen aus Betriebsanleitungen gängiger Minibagger. Verbindlich ist immer der Wartungsplan Ihrer Maschine. Wer ihn einhält, behält auch seine Garantieansprüche.
Viele Hersteller verlangen nach den ersten 50 Betriebsstunden (Bh) eine Erstinspektion. Dabei werden unter anderem Öle gewechselt und Schrauben nachgezogen. Danach werden die Abstände länger.
| Wann | Was | Hinweis |
|---|---|---|
| Täglich vor der Arbeit | Rundgang, Motoröl, Kühlmittel, Hydrauliköl, Kraftstoff, Wasserabscheider, Luftfilteranzeige, Ketten, Beleuchtung, Gurt | Dauer etwa zehn Minuten |
| Täglich bis alle 50 h | Abschmieren der Arbeitsgelenke nach Schmierplan | bei Arbeiten im Wasser oder Schlamm häufiger |
| Nach den ersten 50 h | Erstinspektion: je nach Hersteller Motoröl und Filter, Getriebeöl der Fahrmotoren, Schrauben | bei neuen Maschinen nicht überspringen |
| Alle 250–500 h | Motoröl und Ölfilter, Kraftstofffilter, Luftfilter prüfen oder tauschen | in staubiger Umgebung kürzer |
| Alle 500–1.000 h | Hydraulik-Rücklauffilter, Getriebeöl der Fahrmotoren, Keilriemen, Kühler reinigen | laut Wartungsplan |
| Nach Herstellerangabe | Hydrauliköl wechseln, Kühlmittel erneuern | Intervalle reichen je nach Hersteller und Öl von etwa 1.000 bis mehrere tausend Stunden |
| Einmal im Jahr | Prüfung auf sicheren Zustand durch eine befähigte Person | im gewerblichen Einsatz Pflicht |
Die Spannen fassen typische Herstellerangaben zusammen und ersetzen nicht den Wartungsplan Ihrer Maschine. Bei den Stahlhoff-Baggern erklären wir den Wartungsplan des konkreten Modells bei der Übergabe.
Kapitel 02 / 08
Die tägliche Kontrolle ist die wirksamste Wartung überhaupt. Sie findet Schäden, bevor sie teuer werden. Machen Sie sie immer in derselben Reihenfolge, dann vergessen Sie nichts.
Kapitel 03 / 08
Bolzen und Buchsen an Ausleger, Stiel, Löffel, Schwenkbock und Planierschild verschleißen ohne Fett schnell. Ausgeschlagene Buchsen sind einer der häufigsten Mängel an gebrauchten Baggern. Wie oft welche Stelle Fett braucht, steht im Schmierplan. Die Gelenke am Löffel sind meist täglich dran.
Wischen Sie den Schmiernippel vor dem Abschmieren sauber. Pressen Sie so lange Fett ein, bis frisches Fett am Lager austritt. Legen Sie den Löffel dazu auf den Boden, damit die Gelenke entlastet sind. Nach Arbeiten im Wasser oder im Schlamm lohnt es sich, gleich noch einmal abzuschmieren.


Kapitel 04 / 08
Eine zu lose Kette kann von den Rollen springen. Eine zu straffe verschleißt Kettenräder, Leiträder und Rollen und kostet Leistung. Geprüft wird bei angehobenem Laufwerk: Die Maschine wird mit Ausleger und Planierschild so abgestützt, dass die Kette frei hängt. Dann messen Sie den Durchhang in der Mitte zwischen Laufrolle und Kette. Die Sollwerte liegen bei Gummiketten je nach Hersteller etwa im Bereich von 10 bis 30 mm. Maßgeblich ist der Wert in Ihrer Anleitung.
Gespannt wird fast immer über einen Fettspanner. Über einen Schmiernippel am Spannzylinder wird Fett eingepresst, bis der Durchhang stimmt. Zum Entspannen wird das Ventil vorsichtig nur so weit geöffnet, wie die Anleitung es vorgibt. Das Fett steht unter hohem Druck. Gesicht und Hände gehören deshalb nicht vor das Ventil. Und niemand arbeitet unter einer nur hydraulisch angehobenen Maschine.
Arbeiten unter der Maschine nur, wenn sie gegen Absinken gesichert ist. Im Zweifel lassen Sie die Kettenspannung bei der Übergabe zeigen.
Kapitel 05 / 08
Verwenden Sie die Öle, die der Hersteller vorschreibt, und mischen Sie Hydrauliköle nicht wahllos. Beim Hydraulikölwechsel zählt Sauberkeit mehr als Tempo. Schmutz im System ist die häufigste Ursache für Pumpen- und Ventilschäden. Kraftstofffilter und Wasserabscheider sind bei Dieselmotoren wichtiger, als viele denken: Wasser im Kraftstoff schadet der Einspritzanlage.
Der Luftfilter bestimmt, wie lange der Motor lebt. In Staub, Sand oder bei Grünschnitt setzt er sich schneller zu. Dann gehören Kontrolle und Reinigung in kürzere Abstände, ebenso das Ausblasen des Kühlers.
Kapitel 06 / 08
Steht der Bagger über Wochen, danken ihm ein paar Handgriffe. Tanken Sie voll, damit sich weniger Kondenswasser bildet, und achten Sie im Winter auf Kraftstoff, der für die Kälte ausgelegt ist. Prüfen Sie außerdem den Frostschutz des Kühlmittels. Laden Sie die Batterie oder klemmen Sie sie ab, und fahren Sie die Zylinder möglichst ein, damit die blanken Kolbenstangen geschützt sind.
Am besten steht die Maschine unter Dach. Wer sie im Winter draußen unter einer Plane stehen lässt, bezahlt die Ersparnis über die Jahre in Elektrik und Hydraulik.
Kapitel 07 / 08
Im gewerblichen Einsatz ist die wiederkehrende Prüfung Pflicht. Nach Betriebssicherheitsverordnung und DGUV Regel 100-500 Kapitel 2.12 müssen Erdbaumaschinen mindestens einmal jährlich von einer befähigten Person auf ihren sicheren Zustand geprüft werden. Zusätzlich ist eine Prüfung nach besonderen Anlässen fällig. Die Prüfung wird dokumentiert. Der Nachweis gehört zur Maschine und erhöht beim Weiterverkauf den Wert.
Für rein private Nutzung ohne Beschäftigte besteht nach unserer Einordnung keine gesetzliche Prüfpflicht. Sinnvoll ist eine jährliche Durchsicht trotzdem – sie findet genau die Schäden, die im Alltag niemand sieht.
Kapitel 08 / 08
Tägliche Kontrolle, Abschmieren, Kettenspannung, Filter und Ölstände schaffen geübte Besitzer selbst. In die Werkstatt gehören Arbeiten an Hydraulikpumpe, Ventilen und Zylindern, an Drehkranz, Fahrmotoren und Motorelektronik. Dorthin gehört auch alles, was nach einem Unfall oder Umkippen geprüft werden muss.
Für die Maschinen, die Sie bei uns kaufen, laufen Wartung und Reparaturen in unserer eigenen Werkstatt in Naunhof. Sie sprechen mit uns – nicht mit einer Hotline.
Nächster Schritt: Sie möchten wissen, welcher Wartungsaufwand beim gewünschten Modell auf Sie zukommt? Fragen Sie uns vor dem Kauf – wir erklären Ihnen den Wartungsplan.
Die Einordnung stützt sich auf das Regelwerk der gesetzlichen Unfallversicherung und auf Herstellerunterlagen. Verbindlich ist der Wartungsplan Ihrer Maschine.
Das steht im Schmierplan des Herstellers. Die Gelenke am Löffel sind meist täglich dran, andere Stellen alle 50 Betriebsstunden. Nach Arbeiten im Wasser oder Schlamm sollten Sie zusätzlich abschmieren.
Viele Hersteller verlangen eine Erstinspektion nach 50 Betriebsstunden, bei der je nach Modell Motoröl, Filter oder das Getriebeöl der Fahrmotoren gewechselt werden. Danach liegen die Motoröl-Intervalle typischerweise bei 250 bis 500 Stunden.
Gemessen wird der Durchhang bei angehobenem Laufwerk in der Mitte zwischen Laufrolle und Kette. Bei Gummiketten liegen die Sollwerte je nach Hersteller etwa zwischen 10 und 30 mm; maßgeblich ist Ihre Betriebsanleitung.
Im gewerblichen Einsatz ja: Erdbaumaschinen sind mindestens einmal jährlich von einer befähigten Person zu prüfen. Für rein private Nutzung ohne Beschäftigte besteht nach unserer Einordnung keine gesetzliche Pflicht, eine jährliche Durchsicht ist aber sinnvoll.
Das Öl, das der Hersteller in der Betriebsanleitung vorschreibt. Mischen Sie verschiedene Hydrauliköle nicht und achten Sie beim Nachfüllen und Wechseln auf absolute Sauberkeit.
Tägliche Kontrollen, Abschmieren, Kettenspannung sowie Öl- und Filterwechsel schaffen geübte Besitzer selbst. Arbeiten an Hydraulikpumpe, Zylindern, Drehkranz und Fahrmotoren gehören in die Werkstatt.
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – Antwort werktags meist noch am selben Tag. Gern auch dann, wenn am Ende keine Maschine von uns dabei herauskommt.