Leichtere Lasten, enge Wege, viel Rangieren
900 kg Hubkraft und 600 kg Hublast bei voller Höhe. Ob die Nutzlast für Ihr Werkzeug reicht, bestätigen wir vor der Bestellung.
Hoflader HL1028
Zum ModellHoflader-Datenblätter nennen vier verschiedene Lastwerte – und nur einer davon sagt, wie viel Sie im Alltag sicher bewegen. Hier lesen Sie, was Kipplast, Nutzlast, Hubkraft und Hublast bedeuten, warum ein Knicklader beim Einlenken am ehesten kippt und welche Fragen Sie jedem Händler stellen sollten, bevor Sie nach der größten Prospektzahl kaufen.

Planen Sie mit der Nutzlast: Im Schaufelbetrieb liegt sie meist bei der Hälfte der Kipplast im eingeknickten Zustand. Last tief transportieren, erst am Ziel anheben – und angeschnallt fahren.
Kapitel 01 / 08
Für die tägliche Arbeit zählt die Nutzlast, auch Nennlast genannt: die Last, die der Lader im ungünstigsten Fall noch sicher bewegt. Sie wird aus der Kipplast berechnet – der Last, bei der die Hinterräder abheben. Die Berechnung für Lader beschreibt die Norm ISO 14397-1; im Schaufelbetrieb liegt die Nutzlast üblicherweise bei 50 % der Kipplast im voll eingeknickten Zustand.
Ein Beispiel aus einem veröffentlichten Herstellerdatenblatt: Der Schäffer-Hoflader 1622 ist mit 580 kg Kipplast im eingeknickten Zustand und 290 kg Nutzlast mit Schaufel angegeben – genau die Hälfte. Mit Palettengabel nennt derselbe Hersteller eigene Werte: 360 kg auf festem, ebenem Boden und 270 kg auf unebenem Gelände. Sie werden aus der Kipplast mit Gabel berechnet, nicht aus dem Schaufelwert – vergleichen Sie deshalb immer Werte für dasselbe Werkzeug.
| Begriff | Was er beschreibt | Wofür er taugt |
|---|---|---|
| Kipplast gerade | Last, bei der die Hinterräder bei geradeaus stehender Maschine abheben | Vergleich unter Idealbedingungen – im Alltag zu optimistisch |
| Kipplast geknickt | Dieselbe Grenze bei voll eingeknicktem Lader, der ungünstigste Fall | Grundlage für die Nutzlast |
| Nutzlast (Nennlast) | Sicher bewegbare Last, mit Schaufel meist 50 % der Kipplast geknickt | Die Zahl für Ihre Planung |
| Hubkraft | Was die Hydraulik anheben kann, meist bei kurzem Hebelarm gemessen | Aussage über die Hydraulik, nicht über die Standsicherheit |
| Hublast | In unseren Datenblättern: Last an der Aufnahme bei maximaler Hubhöhe | Wie viel oben noch geht – aber keine Kipplast |
Kapitel 02 / 08
Ein Hoflader funktioniert wie eine Wippe mit der Vorderachse als Drehpunkt. Vorn wirkt die Last mit ihrem Abstand zur Achse, hinten halten Motor, Heckgewicht und Hinterwagen dagegen. Solange die hintere Seite überwiegt, bleibt der Lader stehen. Kippen beginnt, wenn die Last vorn mehr Drehmoment erzeugt als das Gewicht hinten.
Beim Einknicken ändert sich diese Rechnung zu Ihren Ungunsten. Der Hinterwagen schwenkt zur Seite, sein Gewicht wirkt nicht mehr voll gegen die Last, und die Kippkante liegt ungünstiger. Deshalb ist bei Knickladern die Kipplast im eingeknickten Zustand maßgeblich – und deshalb passieren viele Unfälle genau dann, wenn mit angehobener Last eingelenkt wird.
Hinzu kommt die Höhe. Je höher die Last, desto höher der gemeinsame Schwerpunkt und desto empfindlicher reagiert die Maschine auf Bodenwellen, eine einsinkende Seite oder ein kräftiges Bremsmanöver. Die Präventionsregel der Praxis lautet deshalb: Last knapp über dem Boden transportieren und erst am Ziel anheben.
Kapitel 03 / 08
Für die fünf STAHLHOFF-Modelle liegen uns Hubkraft und Hublast vor, die Hublast gemessen an der Aufnahme bei maximaler Hubhöhe. Beide Werte sind nützlich: Sie zeigen, wie stark die Hydraulik ist und wie viel in voller Höhe noch geht. Eine Kipplast oder Nutzlast nach Norm steht nicht darin.
Wir rechnen aus diesen Zahlen bewusst keine Nutzlast hoch – das wäre geraten und bei einer Frage der Standsicherheit fehl am Platz. Wenn Ihre schwerste Last in der Nähe dieser Werte liegt, fordern wir die Kipplast im eingeknickten Zustand für das konkrete Modell und Werkzeug beim Importeur an, bevor Sie bestellen.
| Modell | Hubkraft | Hublast (volle Hubhöhe) | Differenz | Hubhöhe |
|---|---|---|---|---|
| HL1028 | 900 kg | 600 kg | 300 kg | 2,37 m |
| HL1230 | 1.600 kg | 1.000 kg | 600 kg | 2,55 m |
| HL1230T | 1.500 kg | 900 kg | 600 kg | 3,45 m |
| 2812T | 1.400 kg | 1.200 kg | 200 kg | 4,16 m |
| 2812T+ | 1.400 kg | 1.200 kg | 200 kg | 4,16 m |
Nächster Schritt: Liegt Ihre schwerste Last nah an einem dieser Werte? Nennen Sie uns Last und Werkzeug – wir holen die fehlenden Werte ein, bevor Sie sich festlegen.
Kapitel 04 / 08
Beginnen Sie mit dem schwersten Stück, das regelmäßig bewegt wird, nicht mit dem Durchschnitt. Rundballen sind das beste Beispiel: Ein trockener Heu-Rundballen mit 1,20 m Durchmesser liegt je nach Pressdichte typischerweise bei 200 bis 350 kg, ein Heulage- oder Silageballen gleicher Größe durch die Feuchte schnell bei 500 bis 800 kg. Das sind Erfahrungswerte – einmal wiegen ist besser.
Rechnen Sie anschließend zurück: Wer im Schaufelbetrieb 700 kg sicher bewegen will, braucht nach der 50-%-Regel eine Kipplast im eingeknickten Zustand von mindestens 1.400 kg. Für Gabel- und Spießwerkzeuge geben Hersteller eigene Werte an; entscheidend ist dann der Wert für genau dieses Werkzeug. Und denken Sie an die Höhe: Was am Boden noch geht, kann in voller Hubhöhe schon zu viel sein.
| Last | Typisches Gewicht | Hinweis |
|---|---|---|
| Kleinballen Heu oder Stroh | 15–25 kg je Ballen | Auf Palette gestapelt schnell mehrere hundert Kilogramm |
| Rundballen Heu, 1,20 m | ca. 200–350 kg | Pressdichte schwankt stark |
| Rundballen Heulage/Silage, 1,20 m | ca. 500–800 kg | Feuchte Ballen sind die häufigste Fehleinschätzung |
| Big Bag Sand oder Kies, 1 m³ | rund 1.500 kg, feucht mehr | Für viele kompakte Hoflader zu schwer |
Die Gewichte sind Erfahrungswerte und keine Datenblattangaben. Maßgeblich sind das tatsächliche Gewicht Ihrer Last und die Nutzlast des Herstellers für das verwendete Werkzeug.
Kapitel 05 / 08
Mehr Gewicht hinter der Vorderachse verbessert die Standsicherheit. Viele Hersteller bieten dafür Heckgewichte an. Eine günstige Alternative ist die Reifenfüllung mit Wasser: üblich sind bis zu etwa drei Viertel des Reifenvolumens, mit Frostschutz – meist einer Calciumchloridlösung, die bis etwa minus 30 Grad schützt. Die Lösung kann Felgen angreifen, wenn sie nicht sachgerecht eingefüllt und die Felge danach gereinigt wird. Bei zügiger Straßenfahrt kann das schwappende Wasser die Maschine unruhig machen.
Zwillingsräder verbreitern die Aufstandsfläche. Das hilft gegen seitliches Kippen und schont weichen Boden, macht die Maschine aber auch breiter – was im Stall wieder zum Problem werden kann.
Wichtig ist die Reihenfolge: Die Nutzlast im Datenblatt gilt für die Ausstattung, für die der Hersteller sie ermittelt hat. Ob und um wie viel Ballast die zulässige Last erhöht, sollte der Hersteller schriftlich freigeben. Ballast ist eine Sicherheitsreserve, keine Erlaubnis, schwerer zu laden.
Kapitel 06 / 08
Beim Teleskoparm kommt ein weiterer Hebel hinzu: Je weiter der Arm ausgefahren ist, desto weiter liegt die Last von der Vorderachse entfernt und desto kleiner ist die zulässige Last. Welche Last bei welcher Höhe und Reichweite erlaubt ist, zeigt das Lastdiagramm. Es gilt für die konkrete Maschine, das Werkzeug und gegebenenfalls die Abstützung und gehört gut sichtbar in die Kabine.
Teleskopstapler brauchen zusätzlich eine Lastmomentanzeige beziehungsweise -begrenzung nach DIN EN 15000, die lastmomentsteigernde Bewegungen stoppt, bevor die Maschine kippt. Fragen Sie bei jedem Teleskoplader, ob ein Lastdiagramm für Ihr Werkzeug vorliegt und welche Lastmomentsicherung verbaut ist. Für die STAHLHOFF-Teleskopmodelle fordern wir das Lastdiagramm mit dem Angebot beim Importeur an.
Kapitel 07 / 08
Der Überrollschutz – Kabine oder Schutzdach mit Überrollbügel – schützt nur, wer im Sitz bleibt. Deshalb ist der Sicherheitsgurt die wirksamste Einzelmaßnahme. Kippt der Lader, springen Sie nicht ab und stützen Sie sich nicht mit Arm oder Bein ab: Wer abspringt, gerät leicht unter die Maschine. Angeschnallt bleiben und am Lenkrad oder Haltegriff festhalten.
Nach einem Umkippen: Motor abstellen, prüfen, ob jemand verletzt ist, und die Maschine erst mit geeignetem Gerät und Anschlagmitteln wieder aufrichten. Starten Sie den Motor danach nicht sofort – Öl kann in den Brennraum oder den Ansaugtrakt gelaufen sein, auch Hydrauliköl, Kraftstoff und Batterie sollten geprüft werden. Lassen Sie die Maschine vor dem nächsten Einsatz von einer Werkstatt ansehen.
Diese Hinweise ersetzen weder die Betriebsanleitung Ihrer Maschine noch eine Unterweisung. Im gewerblichen Einsatz gelten zusätzlich die Vorgaben Ihrer Berufsgenossenschaft.
Kapitel 08 / 08
Mit diesen Fragen vergleichen Sie Hoflader fair – bei uns genauso wie bei jedem anderen Anbieter. Wer sie nicht beantworten kann, verkauft Ihnen eine Prospektzahl.
Die Begriffe und Faustregeln auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Normen, Herstellerunterlagen und Fachbeiträge. Verbindlich sind das Datenblatt und die Betriebsanleitung Ihrer Maschine.
Typische Situationen mit einer passenden Empfehlung und Begründung.
900 kg Hubkraft und 600 kg Hublast bei voller Höhe. Ob die Nutzlast für Ihr Werkzeug reicht, bestätigen wir vor der Bestellung.
Hoflader HL1028
Zum ModellMit 1.600 kg die höchste Hubkraft der Knicklader-Modelle und 1.000 kg Hublast in voller Höhe.
Hoflader HL1230
Zum ModellVon 1.400 kg Hubkraft bleiben in 4,16 m Höhe noch 1.200 kg Hublast – die kleinste Differenz der Baureihe.
Teleskoplader 2812T
Zum ModellDie Kipplast ist die Last, bei der die Hinterräder des Laders vom Boden abheben. Datenblätter nennen oft zwei Werte: gerade und im voll eingeknickten Zustand. Für Knicklader ist der niedrigere, geknickte Wert maßgeblich.
Maßgeblich ist die Nutzlast. Im Schaufelbetrieb liegt sie üblicherweise bei der Hälfte der Kipplast im eingeknickten Zustand, mit Palettengabel geben Hersteller eigene Werte für ebenen und unebenen Boden an. Die Hubkraft allein sagt nichts über die sichere Last.
Die Hubkraft beschreibt, was die Hydraulik anheben kann. Die Kipplast beschreibt, ab welcher Last die Maschine hinten abhebt. Ein Lader kann also mehr heben, als er sicher tragen kann – deshalb wird mit der Nutzlast geplant, die aus der Kipplast abgeleitet ist.
Beim Einknicken schwenkt der Hinterwagen zur Seite. Sein Gewicht wirkt dann nicht mehr voll gegen die Last, die Kippkante liegt ungünstiger. Kommt eine angehobene Last hinzu, steigt der Schwerpunkt – deshalb Last tief transportieren und erst am Ziel anheben.
Das ist eine übliche Form der Ballastierung, meist mit bis zu etwa drei Viertel Füllung und Frostschutz auf Calciumchloridbasis. Achten Sie auf sachgerechtes Befüllen, weil die Lösung Felgen angreifen kann, und fragen Sie den Hersteller, ob Ballast die zulässige Last verändert.
Motor abstellen, Verletzte versorgen, Maschine mit geeignetem Gerät aufrichten. Den Motor danach nicht sofort starten, weil Öl in den Brennraum gelaufen sein kann; Hydraulik, Kraftstoff und Batterie prüfen und die Maschine vor dem nächsten Einsatz in einer Werkstatt ansehen lassen.
Für die STAHLHOFF-Modelle liegen uns Hubkraft und Hublast vor, aber keine Kipplast oder Nutzlast nach Norm. Wir rechnen sie nicht hoch, sondern fordern sie für das konkrete Modell und Werkzeug beim Importeur an, wenn Ihre Last in der Nähe der Grenzwerte liegt.
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – Antwort werktags meist noch am selben Tag. Gern auch dann, wenn am Ende keine Maschine von uns dabei herauskommt.