Sie pflegen die Weide und brauchen regelmäßig ein Heckgerät mit dokumentierter Aufnahme.
Für dieses Modell sind Dreipunkt Kat 1 und Zapfwelle 540/540E erfasst. Die Freigabe des konkreten Mulchers prüfen wir zusätzlich.
Startrac 26 9+9
Zum ModellEine Weide zu pflegen heißt nicht immer, sie zu mähen. Maulwurfshügel verteilen, Grasreste zerkleinern und unerwünschten Aufwuchs zurücknehmen verlangen unterschiedliche Geräte. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Aufgabe zuerst zu bestimmen und danach Traktor und Anbaugerät auszuwählen.

Die Wiesenschleppe verteilt lose Reste und leichte Unebenheiten; der Schlegelmulcher zerkleinert Aufwuchs. Für beide Geräte sind Aufnahme und Leistung vorab zu prüfen.
Kapitel 01 / 07
Eine Wiesenschleppe zieht lose Pflanzenreste und Unebenheiten auseinander. Sie schneidet keinen hohen Bewuchs. Ein Mulcher zerkleinert Gras und Aufwuchs; er ersetzt wiederum keine Bodenbearbeitung. Wenn Sie die Fläche neu anlegen wollen, kommen Fräse oder weitere Arbeitsschritte hinzu. Entscheiden Sie nach Ziel und Zustand der Fläche, nicht nach dem größten angebotenen Anbaugerät.
| Aufgabe | Gerät | Vor dem Kauf prüfen |
|---|---|---|
| Maulwurfshügel und leichte Unebenheiten verteilen | Wiesenschleppe | Bodenfeuchte, Steine und Hindernisse |
| Grasreste nach dem Beweiden zerkleinern | Schlegelmulcher | Bewuchshöhe, Dichte und erforderliche Arbeitsbreite |
| Stark verfilzte oder neu anzulegende Fläche bearbeiten | Passende Fräse nach Beratung | Bodenart, Tiefe, Gerätefreigabe und Folgeschritte |
Kapitel 02 / 07
Weidepflege folgt dem Jahr. Die meisten Arbeiten fallen in zwei Fenster: das zeitige Frühjahr, bevor das Gras richtig wächst, und die Zeit nach jeder Beweidung. Die Tabelle fasst zusammen, was Landwirtschaftskammern und Fachpresse empfehlen.
| Zeitpunkt | Arbeit | Gerät | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Zeitiges Frühjahr | Schleppen: Kot und Maulwurfshaufen verteilen | Wiesenschleppe | sobald die Fläche abgetrocknet und frostfrei ist |
| Zeitiges Frühjahr | Striegeln: Moos, Filz und Altgras herausholen | Striegel | bei starkem Schneeschimmel nicht striegeln |
| Nach Frostperioden | Walzen für Bodenschluss | Walze | nur auf abgetrocknetem Boden, oft mit Nachsaat |
| Vegetationsbeginn oder September | Nachsaat in Lücken | Nachsaatgerät oder Striegel mit Streuer | Spätfrost beachten; Menge je nach Lückigkeit |
| Nach jeder Beweidung | Geilstellen nachmähen oder mulchen | Schlegelmulcher oder Mäher | gegen Vergreisung und Verunkrautung |
| Ganzjährig | Abäppeln | Paddockreiniger oder von Hand | möglichst alle 2–3 Tage, mindestens zweimal pro Woche |
Ein festes Intervall für das Nachmähen gibt es nicht – entscheidend ist, wie stark die Tiere Geilstellen stehen lassen.
Kapitel 03 / 07
Für den Startrac 26 9+9 sind Dreipunkt Kategorie 1 und Zapfwelle 540/540E dokumentiert. Ein Mulcher muss zu beiden Anschlüssen und zur verfügbaren Leistung passen. Als Orientierung nennt unser Anbaugeräte-Ratgeber für normales Gras bei 26 PS eher kompakte Schlegelmulcher um 1,05 bis 1,25 m. Dichter oder hoher Bewuchs kann eine schmalere Arbeitsbreite und langsamere Fahrt verlangen.
Die verbindliche Freigabe kommt vom Gerätehersteller. Prüfen Sie außerdem Gewicht und Überhang des Geräts: Ein Heckgerät, das gerade eben angehoben werden kann, ist deshalb noch nicht passend für Ihren Boden oder Ihre Arbeit. Für andere Startrac-Ausführungen bestätigen wir Anschlussdaten vor der Bestellung.
Kapitel 04 / 07
Auf Pferdeweiden treffen Sie häufig auf Zäune, Tränken, Trittstellen und weiche Bereiche. Planen Sie Fahrspuren so, dass Traktor und Heckgerät Abstand zu Pfosten und Leitungen halten. Nasser Boden erhöht das Risiko, Spuren und Verdichtungen zu hinterlassen; auch die passende Bereifung hebt diese Grenze nicht auf.
Vor dem Mulchen sollten Steine, Draht und sonstige Fremdkörper entfernt werden. Für die Wahl der Reifen zählt, ob Sie vor allem auf Weide, Hofpflaster oder Reitplatz fahren. Wer beide Flächen bearbeitet, braucht einen Kompromiss und sollte die Bereifung an den häufigsten Einsatz anpassen.
Kapitel 05 / 07
Beginnen Sie mit Flächengröße, Bewuchs und der Häufigkeit der Pflege. Eine Schleppe für leichte Pflege und ein kompakter Mulcher für Grasreste decken unterschiedliche Aufgaben ab. Ist der Traktor zugleich für Mist, Ballen oder Transport zuständig, kann ein Frontlader sinnvoll sein; nur für das Ziehen einer Schleppe ist er nicht nötig.
Reitbahnplaner, Wiesenschleppen und Schlegelmulcher gehören zum Programm des Startrac-Importeurs und sind über uns bestellbar. Wir legen das Gerät nach der konkreten Fläche aus und nennen den Preis im Angebot.
Kapitel 06 / 07
Auf Pferdeweiden ist das Einsammeln der Pferdeäpfel keine Kosmetik. Die Tierärzte-Organisation ESCCAP empfiehlt, den Kot häufig abzusammeln, am besten täglich, mindestens aber zweimal pro Woche. Das senkt den Infektionsdruck mit Wurmlarven deutlich und gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen der Weidehygiene.
Das Schleppen ersetzt das Abäppeln nicht: Es verteilt Kot auf der Fläche, statt ihn zu entfernen. Schleppen Sie deshalb im Frühjahr zur Pflege der Grasnarbe und äppeln Sie während der Weidezeit ab. Den Mist bringen Sie mit Frontlader und Anhänger oder Heckcontainer zum Misthaufen – der Heckcontainer gehört zum Programm des Startrac-Importeurs.
Nächster Schritt: Beschreiben Sie uns Ihre Weideflächen und Arbeiten – wir stellen Traktor und Geräte passend zusammen.
Kapitel 07 / 07
Lückige Stellen füllen sich sonst mit Unkraut. Nachgesät wird zu Vegetationsbeginn oder alternativ im September; wie viel Saatgut nötig ist, hängt von der Lückigkeit ab – die Landwirtschaftskammer NRW nennt eine Spanne von etwa 5 bis 8 kg je Hektar bei leichten Lücken bis 15 bis 25 kg bei starken. Nach der Saat hilft Walzen, damit die Samen Bodenkontakt bekommen.
Walzen ist auch nach Frostperioden sinnvoll, wenn der Boden aufgefroren ist – aber nur, wenn er abgetrocknet ist. Auf nassem Boden verdichtet jede Überfahrt mehr, als sie nützt; das gilt für die Walze genauso wie für den Traktor selbst.
Die Praxishinweise stützen sich auf die folgenden Fach- und Behördeninformationen. Maßgeblich sind Ihre Fläche und die Angaben der Gerätehersteller.
Typische Situationen mit einer passenden Empfehlung und Begründung.
Für dieses Modell sind Dreipunkt Kat 1 und Zapfwelle 540/540E erfasst. Die Freigabe des konkreten Mulchers prüfen wir zusätzlich.
Startrac 26 9+9
Zum ModellEin Frontlader ergänzt die Flächenarbeit um Ladearbeit. Anschlussdaten für das geplante Heckgerät werden für diese Ausführung vor Bestellung geklärt.
Startrac 26 mit Frontlader
Zum ModellEine einfache gezogene oder am Dreipunkt getragene Wiesenschleppe braucht in der Regel keine Zapfwelle. Entscheidend ist, welche Aufnahme und welches Gewicht das konkrete Gerät hat.
Das hängt von Bewuchs, Gelände und Gerätefreigabe ab. Für normales Gras orientiert sich unser Anbaugeräte-Ratgeber bei 26 PS an etwa 1,05 bis 1,25 m; die Freigabe des Geräteherstellers ist verbindlich.
Ja, mit jeweils passendem Heckgerät. Auf dem Reitplatz zählen außerdem Tretschicht und Bereifung; die Einstellungen eines Weidemulchers übertragen Sie nicht auf einen Reitbahnplaner.
Im zeitigen Frühjahr, sobald die Fläche abgetrocknet und frostfrei ist. Die Schleppe verteilt Kot und Maulwurfshaufen, verbessert den Lichteinfall und regt die Bestockung der Gräser an.
Am besten täglich, mindestens aber zweimal pro Woche. So empfiehlt es die Tierärzte-Organisation ESCCAP, weil häufiges Abäppeln den Wurmdruck auf der Weide deutlich senkt.
Zu Vegetationsbeginn – bei Spätfrostgefahr etwas später – oder im September. Nach der Saat hilft Walzen für guten Bodenkontakt.
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – Antwort werktags meist noch am selben Tag. Gern auch dann, wenn am Ende keine Maschine von uns dabei herauskommt.